Polymerlöse- und Dosieranlagen
Bei zahlreichen Abwasserbehandlungsverfahren entsteht eine schlammartige Phase, die vom Wasser getrennt werden muss. Dies geschieht durch die sogenannte Flockung, bei der die im System vorhandenen – etwa aus der chemischen Behandlung oder einer biologischen Stufe stammenden – kleinen und daher schwer handhabbaren Schlammflocken zu größeren, gut steuerbaren Flocken (für Sedimentation oder Flotation) zusammenwachsen. Die dafür verwendeten Chemikalien nennt man Polymere; für diese Aufgabe setzen wir ihre wässrigen Lösungen ein.
Polymere können flüssig oder fest sein. Die feste Form muss gelöst, die flüssige verdünnt werden, damit die für die Dosierung erforderliche Lösung von etwa 0,1–0,4 % zur Verfügung steht. Dies geschieht in der Polymerlöseanlage, die als 3-Kammer-Ausführung oder als sogenannte Turmbauweise aus 2 Behältern ausgeführt sein kann. Beide Typen sind in unserem Produktsortiment erhältlich.
Dreikammer-Löseanlage
Die Anlage besteht aus drei in Reihe geschalteten Reaktoren mit je einem Rührwerk pro Kammer. In den ersten Reaktor wird das Polymer-Grundmaterial dosiert – bei Pulverform mit einem Pulverdosierer, bei Flüssigkeit mit einer Pumpe. Die zu dosierende Polymermenge und die für die Lösung erforderliche Wassermenge werden im Schaltschrank eingestellt. Die Lösung fließt von der ersten Kammer in die zweite und dann in die dritte, während die Rührwerke kontinuierlich laufen. Die Wasserzufuhr wird vom Niveauschalter im dritten Reaktor bei Erreichen des oberen Niveaus abgeschaltet.
Die fertige Polymerlösung wird mit einer Pumpe aus der dritten Kammer entnommen. Erreicht der Verbrauch das voreingestellte untere Niveau, startet die Automatik den Prozess auf Signal des Niveauschalters erneut. Die Kapazität der Anlage lässt sich über die Reaktorgröße und die Leistung der Chemikaliendosierer verändern.
Zweikammrige Polymerlöseanlage in Turmbauweise
Bei der zweikammrigen Variante sitzt eine Kammer auf der anderen. Im oberen, mit Rührwerk ausgestatteten Reaktor erfolgt je nach Konsistenz des Produkts das Lösen bzw. Verdünnen des Polymers. Das Verhältnis von Wasser- und Polymerdosierung sowie die Mischzeit werden im zentralen Schaltschrank eingestellt. Nach deren Ablauf öffnet die Automatik den Entleerungshahn, und die fertige Polymerlösung fließt durch Schwerkraft in den unteren Behälter, aus dem die Entnahme erfolgt. Nach dem Ablassen beginnt im oberen Behälter erneut die Lösungsherstellung, damit stets fertige Polymerlösung verfügbar ist.
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